Kunst im Untergrund 2019: Up in Arms

Eröffnung:
 
ALEXIS DWORSKY
JOSEFINE GÜNSCHEL
STEPHANIE HANNA
MIRO KAYGALAK
BEATRICE SCHUETT MOUMDJIAN

 
Samstag, 14 September 2019, ab 17:30
Miro Kaygalak – U6 Ubahn Station ‘Platz der Luftbrücke’
 
Samstag, 14 September 2019, ab 18:00
Alexis Dworsky, Stephanie Hanna – Platz der Luftbrücke, ‘Ehrenhof’, Tempelhofer Flughafen
 
Sonntag, 15 September 2019, ab 18:00
Beatrice Schuett Moumdjian – U6 Ubahn Station ‘Stadtmitte’
 
Sonntag, 15 September 2019, ab 15:30
Start der ersten Stadtführung mit LobbyControl
Mit Präsentation von Josefine Günschel
Anmeldung unter: https://www.lobbycontrol.de/upinarms
 
21 September – 27 Oktober 2019
FÜHRUNGEN mit LobbyControl
Immer Samstag und Sonntag, 14:00
DE: 21, 22, 28 Sept. | 6, 12, 19, 27 Okt.
EN: 29 Sept. | 5, 13, 20, 26 Oct.
Anmeldung unter: https://www.lobbycontrol.de/upinarms
 
Ausstellungsdauer:
15 September – 31 Dezember 2019
 
 
Als Reaktion auf das rasante Wachstum der globalen Rüstungsindustrie und die umstrittenen Änderungen in der Beschränkung deutscher Waffenexporte findet die diesjährige Ausgabe des Wettbewerbs Kunst im Untergrund unter dem Titel Up in Arms (dt. “energisch gegen etwas protestieren”) statt. Durch die Mittel der Kunst will der Wettbewerb den Strukturen des Rüstungshandels in Berlin nachgehen und sie für die Öffentlichkeit sichtbar machen.
 
Berlin dient dabei als Fallstudie für das globale Rüstungsgeschehen. Meistens wird Berlin eher mit Kultur, Aufgeschlossenheit und Geschichte in Verbindung gebracht. Gleichzeitig ist die Stadt jedoch ein Zentrum der politischen Macht und spielt in der deutschen und globalen Waffenindustrie eine wichtige Rolle, die oft übersehen oder gerne auch ignoriert wird. Diese Zusammenhänge werden durch künstlerische Interventionen an ausgewählten historischen und aktuellen Orten, die in Verbindung mit dem System des Waffenhandels stehen, transparent. Damit wird der Kunst der Raum gegeben, ihr Widerstandspotenzial auszuschöpfen und Up in Arms zum Protest aufzurufen.
 
Seit seiner Erstauflage 1958, die sich an Grafiker_innen aus der DDR richtete, steht die politische Rolle der Kunst im Mittelpunkt des Wettbewerbs. Anlass und Thema waren damals die politischen Spannungen im Kontext der Aufrüstung und die Angst vor einem neuen Krieg. Im Jahr 1982, als das Wettrüsten seinen Höhepunkt erreichte, nahm sich der Wettbewerb erneut diesem Thema an, da künstlerische Reaktionen und Proteste dringend nötig erschienen. Die diesjährige Ausgabe von Kunst im Untergrund ist eine Reminiszenz an den friedlichen Impuls, aus dem dieser Wettbewerb hervorgegangen ist. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 verzeichnet der weltweite Waffenhandel eine Zunahme um mehr als fünfzig Prozent 1 und stellt dadurch Fragen zu Waffen und Abrüstung in ein neues Licht. Vor diesem Hintergrund sind künstlerische Interventionen, Widerstand und Engagement erneut von akuter Relevanz.
 
Die diesjährige Ausgabe von Kunst im Untergrund mit dem Titel Up in Arms widmet sich daher dem Waffenhandel in einer kritischen Auseinandersetzung. Die künstlerischen Arbeiten markieren für die Rüstungsindustrie wichtige historische und aktuelle Orte, um die wirtschaftlichen und politischen Strukturen des Handels offenzulegen. Parallel dazu finden Stadtführungen zum Lobbyismus der Rüstungsindustrie statt und ein Stadtplan bietet online weitere Informationen und Recherchen zu den in Berlin ansässigen Hauptakteur_innen. Zusammengenommen sollen die Projektteile die vielschichtigen Dimensionen und Folgen der Waffenindustrie für die Öffentlichkeit deutlich machen.
 
 
 
nGbK-Projektgruppe:
Ayşe Güngör, Cassandra Mehlhorn, Gabriela Seith, Amalie Sølling-Jørgensen, Johanna Werner
 
Projektkoordination: Naomi Hennig
 
Mehr Informationen zur Auslobung (beendet) hier:
http://upinarms.ngbk.de/auslobung
 
 
 
Kunst im Untergrund ist ein Projekt der neuen Gesellschaft für bildende Kunst:

 
Finanziert von:

Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Kunst im Stadtraum
 
Unterstützt von:

 
 
 
 

1 https://www.gn-stat.org (zuletzt abgerufen am 05.03.2019)
Bild links: Ehemaliger Flughafen Tempelhof - Platz der Luftbrücke 5, 12101 Berlin: Schauplatz von Militärparaden im 18. und 19. Jahrhundert, sowie Standort der Rüstungsproduktion in der NS-Zeit