Stiftung Brandenburger Tor

Seit 2000 befindet sich die Stiftung Brandenburger Tor im Max Liebermann Haus. Sie ist die Kulturstiftung der Berliner Sparkasse und wurde mit dem Ziel gegründet, mit den Mitteln der Kultur einen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft zu nehmen.1 Wenn dies auch auf den ersten Blick als eine gute Mission und Markenstrategie erscheint, stellt sich dennoch die Frage, in welche Richtung die Gesellschaft beeinflusst werden soll.
 
Anlass für eine kritische Betrachtung gibt der Umstand, dass die Investmentgesellschaft der Sparkassen-Finanzgruppe, die Deka Investment, wie auch weitere Finanzeinrichtungen (zum Beispiel Union Investment der DZ-Bank) sich indirekt im Rüstungsgeschehen beteiligen.2 Die Bank verkauft Anleihen an ihren Investmentfonds, die ein einigen Fällen Geld in Rüstungsfirmen investieren, an ihre Kund_innen. Union Investment investierte beispielsweise in Airbus, Honeywell und Northrop Grumman. Deshalb sind laut den NGOs urgewald und Facing Finance Investment-Gruppen, die sich selbst als nachhaltig verkaufen und die Investitionen in Rüstungsgeschäfte aus ihrem Portfolio genommen haben, nicht automatisch “unbewaffnet”: “Auch nachhaltige Fonds dürfen in Mischkonzerne investieren, die fünf oder zehn Prozent ihres Umsatzes mit Rüstungsgütern machen.”3 Die Sparkasse finanziert diese Industrie nicht nur indirekt durch ihre Investment Fonds mit, denn ihre Düsseldorfer Filiale trägt auch zur Finanzierung der Rüstungsfirma Rheinmetall bei.4
 
Adresse: Pariser Platz 7, 10117 Berlin

1 https://stiftungbrandenburgertor.de (abgerufen am: 02.05.2019)
2 Unter den Finanzinstitutionen ist die Sparkasse weder der einzige noch der größte Investor in diese Industrie: Die Bank, die die größten Investitionen in diesem Bereich tätigt ist die Deutsche Bank, vgl.: https://urgewald.org (abgerufen am: 02.05.2019)
3 https://www.tagesspiegel.de (abgerufen am: 02.05.2019)
4 https://urgewald.org (abgerufen am: 02.05.2019)